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Argentinische Seite, Foz de Iguazul, 12.09.2015

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Argentinaaaaaaaaaaaa

Wir machen uns auf die Reise nach Argentinien. Aus dem Bus müssen wir alle an der Grenze aussteigen, der Pass wird registriert und gestempelt, man steigt an der anderen Seite, in Argentinien wieder in den Bus. Weiter geht es mit den beim Busfahrer getauschten Pesos mit dem Taxi. Der Kurs ist 1 Euro 10 Pesos, und es ist ungewöhnlich für mich. Preise in Hundertern zu lesen. Im Park gehen wir zuerst zwei Wanderwege. Man kommt hier direkter und näher an die Wasserfälle. Mir gefällt es sofort.

21Ich mag es, dass die Menschenmassen sich verteilen über die ganzen Wege, die über lange Strecken über das Wasser führen. Wir wandern fast direkt an der Wasserfallkante entlang. 20

Wir stehen immer wieder staunend an neuen Kanten, über die sich unglaubliche Wassermassen in die Tiefe stürzen. Wieder schützt mich der Poncho, da wir wirklich sehr nah an die Wasserfälle kommen und es am Anfang nieselt. Die Mädels klären mich auf, dass hier der Matetee in Tassen gefüllt wird, die immer wieder aufgegossen werden. Getrunken wird aus einer Art silbernem Strohhalm, der unten ein Sieb hat. Es wird reihum in Gemeinschaft getrunken. Die Becher gibt es am Anfang der Parks zu kaufen und wir hätten gerne einen Tee zum Aufwärmen. 22
Am Ende fahren wir mit einer kleinen, offenen Eisenbahn zum „Garganta del diablo“. Den Namen trägt er zurecht. Nur der Rachen des Teufels kann so gewaltig sein. Ich habe keine Worte mehr. Das will was heißen. Und dann werden wir noch belohnt, dass der Himmel aufreißt und ein Regenbogen in der Gischt sichtbar ist. Unsagbar, wie klein wir doch sind, im Angesicht von Naturgewalt. Braunes Wasser stürzt ringsum ins bodenlose Weiß der Gischt. Man fühlt sich wie im Auge eines Tornados. Dies ist mit das Beeindruckendste, was ich bisher gesehen habe in meinem Leben. Ich würde jedem beide Seiten des Foz empfehlen, da sie sehr unterschiedlich sind. Aber wer dies hier nicht gesehen hat, der hat den Foz nicht gesehen.

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Kleine Besucher

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Foz de Iguazul, 11.09.2015

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Kätzchen kraulen

Bonitos Flughafen erinnert an eine Bushaltestelle. Zwei Häuser und das war es. Ich muss lachen. Die Kontrolle besteht aus einer Person, die das Handgepäck durchschaut und einer Person, die mit einem Handscanner abscannt. Es ist ein holperiger Flug, denn wir fliegen mit einer Propellermaschine. Ich hab etwas Angst vor der Angst, denn ich weiß aus Erfahrung, wofür die weißen Tüten gut sind. Sehr peinlich, ab einem gewissen Stadium. Aber, alles geht gut bzw. bleibt drin.
Um ein Uhr nachts komme ich in Foz de Iguazul an. Die Stadt liegt im Länderdreieck Brasilien, Argentinien und Paraguay. Der Wasserfall dort muss sehr beeindruckend sein. Wenn mein Zahnarzt mich schon dahin schickt, muss ich mir das doch angucken.
Der Taxifahrer hat wie immer kein Kleingeld und bekommt so sein Trinkgeld. Besonders im Norden ist es schwierig, mit Scheinen zu zahlen. Die Leute schauten mich verblüfft an, wenn ich mit 20 Reais Scheinen (5 Euro) zahlen wollte. Es scheint üblich zu sein, abgezählt mit Kleingeld zu zahlen. Sehr ungewöhnlich für uns. Egal, ob im Bus, im Supermarkt, im Hostel oder im Taxi. Immer dasselbe. Auch werden die Leute nicht mit Nachnamen, sondern mit Vornamen angesprochen. Also wenn man irgendwo wartet, wird immer der Vorname aufgerufen. Ebenso steht hinter dem Namen der Stadt auch das Kürzel für den Bezirk, da es viele Städtenamen öfters gibt. Andere Länder, andere Sitten.
Also schleiche ich mich ganz leise ins Zimmer zu zwei schlafenden Mädels. Toll ist das ja nicht, nachts irgendwo rein zu kommen. Mein Wecker ist dann auch der erste der klingelt. Guter erster Eindruck. Aber: wir verstehen uns auf Anhieb. Sarah und Swetlana sind aus Köln. Die zwei sind mir super sympathisch. Sarah ist zum Auslandssemenster hier, sie studiert Medizin. Sie und Swetlana kennen sich aus dem Krankenhaus in Köln Porz, wo Swetlana als Krankenschwester arbeitet. Ich kenn es auch. Du lustige Truppe macht sich auf den Weg zum Wasserfall.

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Falls der Bus nicht kommt, sind unter dem Schild genug Taxinummern

Wir fahren mit dem Bus zur brasilianischen Seite des Wasserfalls.

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Erster Eindruck ist schon beeindruckend

Schon aus der Ferne betrachtet ist er sehr beeindruckend. Desto näher wir hinwandern um so lauter rauschen die Wassermassen und desto schlechter wird das Wetter. Ganz nah daran werden die Mädels pitschnass. Nicht nur vom Dunst des Wasserfalls. Ich weihe meinen mitgeschleppten Regenponcho ein und bin sehr froh über dieses unsexy Kleidungsstück. Es ist wirklich sehr kalt hier. Wir sind alle ganz gefesselt von dieser Urgewalt der Natur. Unzählige große und kleine Wasserfälle stürzen nah und fern in den Abgrund. 5

2Auf einer Plattform kann man nah heran an den Fluss, der hier scheinbar friedlich fließt um dann auf breiter Ebene zum reißenden, schäumenden und wirbelnden Naturspektakel zu werden. 4
Nasenbären begleiten uns auf unserem Weg. Sie sind überall, wo es Futter geben könnte. Sie klauen einem Mann die Nuss Tüte aus der Hand.

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Wir fahren weiter zum Vogelpark am Rand des Geländes. Der Eingangsbereich scheint nicht vielversprechend. Die Vögel sind in relativ kleinen Käfigräumen. Schließlich gehen wir durch einige etwas größere Käfige und kommen so nah an die Tiere heran.

Beeindrucken ist der große Papageienbereich.

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Die Tiere sind wunderschön. Zwischen den Käfigen geht man durch einen wilden Park mit schönen Bäumen. Ich mag es nicht, dass die Tiere eingesperrt sind. Und doch freue ich mich wie ein kleines Kind, als mir ein wunderschöner Ara auf den Arm gesetzt wird.

8Schon ganz schön groß und schwer, der Gute.
Um 18 Uhr wird es nach wie vor schlagartig dunkel. Eine Begebenheit, mit der mein Organismus nicht klarkommt. Sobald es dunkel wird, will mein Körper schlafen. Nix, stundenlange Sonnenuntergänge und lange laue Nächte. Schwupps und müde. Vielleicht werde ich auch langsam alt.

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